Freitag, 2. Mai 2014

On the Road :Tallinn (Estonia) Part :One


Hey meine Lieben ...

Wer mir bei Instagram folgt dürfte ja vermutlich bereits mitbekommen haben das Es mich vor ca.zwei Wochen für ein Paar Tage ins Baltikum , um genau zu sein nach Tallinn (bis 1918 als "Reval" bekannt) die Hauptstadt von Estland verschlagen hat. Nun wird sich sicher der ein oder andere Fragen was bitte verschlägt einen denn bitte ausgerechnet nach Estland? Zumal ich selbst erst einmal erschreckt feststellen musste, dass die meisten Leute in meinem bekannten Kreis wohl erst einmal gar nicht so recht wussten, wo dieses Land überhaupt liegt ???

Gerne möchte ich über diese Frage nun hier zu beginn meines Berichtes etwas aufklären:Estland ist ein Land in Nordeuropa und das nördlichste Land des Baltikums (zum Baltikum zählen:Estland, Litauen und Lettland). Es grenzt im Süden an Lettland, im Osten an Russland sowie im Norden und Westen an die Ostsee. Über den Finnischen Meerbusen hinweg bestehen enge Beziehungen zu Finnland, da die finnische Hauptstadt Helsinki nur ca. 80 Kilometer entfernt liegt. Historisch gibt es durch die Deutsch-Balten auch viele kulturelle Verbindungen nach Deutschland, welches sich auch heute noch oft in den Straßennamen widerspiegelt. An dieser Stelle möchte ich gerne noch kurz erwähnen das Estland erst seit dem 20. August 1991 also eineinhalb Jahre später als der baltische Bruderstaat Litauen absolute unabhängigkeit von anderen Staaten wie z.B Russland erlangte. Seit dem Jahr 2000 ist Estland mitglied der EU Staatengemeinschaft

Meine Reise nach Estland war im Grunde eine ziemlich spontane Entscheidung (welches ja meist die besten sind).Der Gedanke nach Tallinn zu Reisen schwirrte zwar schon bereits seit einigen Jahren in meinem Kopf herum, wurde dann jedoch aber immer wieder zugunsten anderer Reise Ziele hinten angestellt.

Für mich begann mein Abenteuer am frühen Freitagmorgen in Köln, von wo aus es für mich erst einmal zum Flughafen nach Frankfurt ging, wo es dann leider erst mal recht chaotisch zuging, da mein Zug nicht wie geplant im Fernbahnhof einfahren, konnte aufgrund eines herrenlosen Koffers, der dort gefunden wurde (typisch eigentlich).Was dann nach fast einer Stunde stillstand irgendwo im nirgendwo zufolge hatte, dass mein ICE am regional Bahnhof des Flughafens halten musste.Jeder von euch, der schon mal am Flughafen Frankfurt war und die Dimensionen dort erlebt hat kann sich jetzt sicher vorstellen, was das für eine zusätzliche Rennerei bedeutete.Geflogen bin ich übrigens diesmal mit der Lufthansa und ich muss sagen, dass ich mit dieser Airline wirklich immer sehr zufrieden bin (ich habe leider schon viele Negative Erlebnisse mit anderen Airlines gehabt) , meine Flugzeit betrug ungefähr zwei stunden also vergleichbar mit einem Flug von Düsseldorf nach Helsinki.
Welcome on Board -For me there is nothing more boring in this world than being on a flight
Um ca 16.00 Uhr Ortszeit (Estland ist uns um eine Stunde voraus) betrat ich dann zum ersten Mal Estischen Boden. Und mein erster Eindruck vom "Lennart Meri -Tallinn Ülemiste" Airport war:Gott ist der klein und niedlich und vor allem ruhig im Vergleich zu den quirligen Airports anderer Städte wie zum Beispiel:London, Frankfurt oder Paris.Vom Flughafen aus ging es dann für mich mit einem "wirklich " klapperigen Bus, der seine besten Zeiten wohl schon lange hinter sich hatte ins Stadtzentrum von Tallinn. Die Stadt selber empfing mich dann erst mal mit einem etwas alten, etwas heruntergekommenen Busbahnhof, der noch stark an die Zeit erinnerte als das Land Estland noch zur Sowjetunion gehörte.Und ich muss gestehen das ich erst mal ein klein wenig geschockt war da man Estland vom Standard absolut nicht mit Skandinavien (welches ich bereits viele male bereist habe) vergleichen kann.

Tallinn City Centre
Vom "Reizenden" Busbahnhof ging es für mich via Tram (Straßenbahn) weiter bis zu Haltestelle "Balti Jaam" im Stadtbezirk "Kalamaja" wo sich mein Hotel das nur einen Steinwurf von der für ihre "Schönheit" berühmten Altstadt von Tallinn entfernt lag befand. Nachdem ich dann eingecheckt hatte und meinen wie immer nicht gerade leichten Koffer über eine leicht lebensgefährlich anmutende Wendeltreppe in den zweiten Stock geschleppt hatte wo sich mein kleines aber feines Zimmer mit Ausblick auf den im Vergleich zu deutschen Verhältnissen "winzig" anmutenden Hauptbahnhof von Tallinn befand. Machte ich mich kurz frisch und dann ging es für mich erst mal direkt via Tram zurück ins City Center von Tallinn .Wo ich mich erst einmal auf die suche nach einem Supermarkt machte und dann im Untergeschoss des Großen und übrigens erst im Jahre 2005 errichteten "Viru Shopping Centers" fündig wurde. Nachdem ich einige Besorgungen wie Schokolade, Obst , Wasser und Lonkero (der im Vergleich zu Finnland dort spott billig ist) getätigt hatte machte ich mich auf den Weg zurück zum Hotel wo ich es mir dann nach einer ausgiebigen Dusche für den Rest des Abends mit Skype und freiem Wifi gemütlich machte da es draußen leider aufgrund eines extremen Unwetters echt ungemütlich war.
Front of Kadriorg Palace
Am Samstag meinem ersten richtigen Urlaubstag in Tallinn machte ich mich dann nach einem spartanischen Frühstück mit einem verdammt "Starken" Kaffee schnurstracks auf um Schloss Kadriog und den umliegenden Park Kadriorg zu erkunden.  

Kadriorg Palace
Schloss Kadriog welches, als eines der schönsten Beispiele barocker Baukunst in Nordeuropa gilt, ist eine gut erhalten gebliebene kaiserliche Sommerresidenz vom Anfang des 18. Jh. die unter anderem den russischen Zaren als Sommerdomiziel diente. Heute findet man im Inneren des Schlosses einen Teil des estnischen Kunstmuseums, was einige wirklich sehenswerte Werke von Künstlern wie Lucas Cranach beherbergt.

Kadriorg Swanlake
Skulptor Jaan Koort at the Kadriorg Park
Kadriorg Park
Nachdem ich das Schloss Kadriog ausgiebig besichtigt hatte , setzte ich meine Erkundungstour durch den Park Kadriorg fort, bis ich am ende des Parks die stark befahrene Hauptstraße erreichte .Nachdem ich diese erfolgreich Überquerte gelangte ich zu dem mir leider bis dahin unbekannten Russalka Denkmal .Es erinnert an 177 Seeleute, welche 1893 bei der Fahrt von Tallinn hinüber nach Helsinki mit dem russischen Panzerschiff Russalka im Sturm gekentert sind. 

Russalka Memorial
Das Wrack des Schiffes wurde erst 110 Jahre später südlich von Helsinki gefunden. Nachdem ich das Denkmal in Augenschein genommen hatte, nutze ich die restliche Zeit noch für einen ausgedehnten Spaziergang am leider ziemlich stürmischen Ostseestrand bevor es mit der Tram zurück ins City Centrum ging.
Down by the Baltic Sea
Enjoy the Silence
So meine Lieben das war der erste Teil meines Estland Reise Berichtes der zweite Teil folgt in den Nächsten Tagen ...






 


2 Blue Souls:

  1. Sehr interessanter Reisebericht. Ich habe mich gefreut, dass ich mal einen Bericht über ein Land lesen konnte, dass nicht so häufig auf den Reisenplänen der meisten Blogger steht.
    Ist Estland ein günstiges Reiseland? Ich suche noch ein Reiseziel für meine freien Tage im November. eigentlich hatte ich Prag oder Paris ins Auge gefasst. Aber Estland ist "schon exotischer" und sicherlich auch eine Erfahrung und Reise wert.
    Viele Grüße Myriam

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  2. Liebe Joana,
    dein Reisebericht erinnert mich von den Beschreibungen her irgendwie an meine Reise nach St. Petersburg (die liegt allerdings schon Jahre zurück). Tallin würde mich auch interessieren, ist mal was anderes. Kommt man eigentlich mit Englisch gut zurecht oder eher Deutsch, wegen der Deutsch-Balten? Bin schon gespannt auf Teil 2.

    Liebe Grüße
    Petra

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